Gestatten: die Herren Kandinsky und Magritte

Büchervorstellung – in aller Kürze

Sind die beiden Bücher, die ich heute vorstellen möchte, der Beginn einer Serie? Die übereinstimmende Art der Titelgebung („Gestatten“), das durchgängige  Gestaltungskonzept und die identischen Seitenzahlen lassen das vermuten. Wünschenswert wäre es.

Die zwei Bücher, die die wesentlichen Etappen in Leben und Werk Wassily Kandinskys (1866 – 1944) bzw. René Magrittes (1898 – 1967) darstellen, sind im Berliner Parthas Verlag erschienen, dessen Programm stark kunst- und kulturhistorisch ausgerichtet ist.

Auffällig sind die außergewöhnlich dicken Buchdeckel, die die jeweils 80 Seiten zusammenhalten. Die Texte von Annabel Howard (Kandinsky) und Patricia Allmer (Magritte) sind auch für Laien, die weder Kunst noch Kunstgeschichte studiert haben, gut verständlich, zumal die begrenzte Seitenzahl keine allzu ausführlichen kunsttheoretischen Ausführungen erlaubt. Zahlreiche ganzseitige Abbildungen wichtiger Werke der Künstler schaffen direkten Zugang zu den wegweisenden Arbeiten Kandinskys bzw. Magrittes. Eine zusätzliche optische Bereicherung bilden die den Text und die Bilder aufgreifenden Illustrationen des Briten Adam Simpson (Kandinsky) und des Spaniers Iko Spozio (Magritte).

Kurz: Wer einen Einstieg in das Werk von zwei Künstlern sucht, die für die Malerei des 20. Jahrhunderts enorme Bedeutung erlangt, ja, die Kunstgeschichte „geschrieben“ haben, wird die beiden Bände hier sicher mit Freude durchblättern und durchlesen. Ich finde sie sehr gelungen.