Leuchtturm im Notizbuch-Meer?

Der erste Eindruck täuscht nicht: das Notizbuch, das ich hier vorstellen möchte, ist nicht nur optisch ansprechend, es bringt auch eine ausgezeichnete Ausstattung mit. Doch der Reihe nach.

Bei der aktuellen Flut an Notizbüchern und Notizbuchherstellern  –  ausländischer wie deutscher –  wird es immer schwerer, einigermaßen den Überblick zu behalten. Wie seine deutschen Mitbewerber –  Herlitz,  Brunnen, Sigel oder wie immer sie heißen mögen – bietet auch Leuchtturm1917 seit einiger Zeit Notizbücher an und macht sich den Notizbuch-Boom zunutze. Seit 2010 bringt das in Geesthacht im Norden Deutschlands angesiedelte Unternehmen auch Notizbücher in farbigen Einbänden heraus,  und die bis dato 10 farbenfrohe  Notizbücher umfassende Palette wurde gerade eben noch um die Farben orange und marineblau erweitert.

Das mir vorliegende Exemplar ist ein marineblaues. Es beeinhaltet 249 Seiten (kariertes) Papier und ist damit umfangreicher als vergleichbare, mir bekannte Notizbücher. Die durchnummerierten Seiten und ein Inhaltsverzeichnis – beides bei Notizbüchern nicht selbstverständlich – helfen,  die Eintragungen zu strukturieren und den Überblick zu behalten. Auch eine Falttasche im Einband, ein Verschlussgummi und ein Lesezeichen sind vorhanden. Zudem – noch eine Besonderheit –  finden sich ein paar Titel- und Rückenschilder zur Archivierung  „an Bord“.

Das Notizbuch hat einen Hardcover-Einband,  und das Format von 145 x 210 cm entspricht fast der Größe DIN A 5.

Das verwendete Papier macht einen sehr guten Eindruck. Die relative Dicke des Notizbuchs (s. oben) ist zwar einerseits schön, weil viel Platz für Eintragungen zur Verfügung steht. Für die Handauflage beim Beschreiben der rechten Seiten sind etwas flachere Eintragbücher aber angenehmer.  Mit fortschreitender Benutzung des Notizbuchs erledigt sich dieses „Problem“ aber von selbst, da die Zahl und damit die Höhe der freien Seiten abnimmt. Ach ja, eine Lasche für den Stift hätte ich mir noch gewünscht. Von diesen beiden kleinen Einschränkungen abgesehen, haben wir es hier aber mit einem schönen und hochwertigen Notizbuch zu tun.

Mehr Infos über die farbigen wie über weitere Notizbücher von Leuchtturm1917 finden sich hier.

Prominenten ins Notizbuch geschaut (2): Samuel Beckett

Auf der Seite brain pickings haben wir die Möglichkeit, einen etwas ausführlicheren Blick in Samuel Becketts „Doodle-Filled Notebooks“ zu werfen.

Die Veröffentlichung ist zwar schon etwas älteren Datums, aber das dürfte Notizbuch-Fans nicht stören, ist doch das Thema zeitlos. Davon abgesehen, ist das ganze Blog sehr interessant.

Prominenten ins Notizbuch geschaut

Während meines nun auch schon wieder fast drei Wochen zurückliegenden Urlaubs habe ich nur die mir allerwichtigsten

(noch?) nicht dabei: mein Notizbuch

Blogs beobachtet. Andere Blogs, die ich auch gern besuche, mussten warten. Teilweise habe ich inzwischen nachgeholt, was während der Urlaubszeit zu kurz gekommen ist.

Im Notizbuchblog gab es vor einiger Zeit einen Hinweis auf www.flavorwire.com. Dort kann man einen Blick in die Notizbücher zahlreicher prominenter Notizbuch-Schreiber werfen. Das fand ich ganz interessant/amüsant, deshalb hier der Hinweis darauf.

Mit den Schaltflächen unterhalb des jeweiligen Bildes kann man vor- und zurückblättern.

Schöner schreiben? Das Avery Notizbuch „notizio“

So viel kann man gar nicht schreiben, wie es schöne und neue Notizbücher gibt. Notizbücher sind „in“, und jeder Papier- und Schreibwarenhersteller will an dem Boom teilhaben.

Es ist mir in letzter Zeit halbwegs gelungen, mir Notizbücher anzuschauen, ohne sie zu kaufen. Dabei bin ich doch immer wieder beeindruckt, wenn ich in dem von mir gern und regelmäßig besuchten englischsprachigen Blog Notebook Stories die Artikel in der Kategorie „Addict of the week“ sehe und lese. Sagenhaft, was manche Schreib- und Papierfans so an Notizbüchern zusammengetragen haben. Zwei Beispiele finden sich hier und hier.

Von so was bin ich (noch?) weit entfernt. Gekauft habe ich mir aber vor ein paar Tagen das von Avery/Zweckform jüngst herausgebrachte „notizio“. Mal abgesehen davon, dass es sich recht nobel präsentiert – hellgraues gemustertes Soft-Cover mit rotem Verschlussband -: neugierig hat es mich deshalb gemacht, weil es keine dunklen Linien, sondern weiße auf grauem Papier enthält. Dieses lt. Avery „Innovative Schreibpapier“ soll, so die Verheißung, Schreiben ohne Ablenkung ermöglichen und die Lesbarkeit verbessern.

Ausschnitt aus der Avery-Werbung

Ob es stimmt? Ich weiß es noch nicht, denn ich habe meine neue Errungenschaft noch nicht in Gebrauch genommen. Um nur einfach  probehalber etwas hineinzukritzeln, dafür ist es mir zu schade, und die beiden aktuell im Gebrauch befindlichen Notizbücher sind noch nicht voll. Auf den ersten Blick finde ich das „notizio“ aber doch etwas gewöhnungsbedürftig. Das extra glatte 90 g-Papier fühlt sich aber sehr gut an.

Mein „notizio“ hat das Format DIN A 5 (es gibt auch andere gebundene Formate und ein oder zwei Ringbuchvarianten). Die Ausstattung ist o.k.: Das Notizbuch verfügt, wie schon erwähnt, über ein rotes Verschlussband und einen Schlaufe für den Stift sowie eine Lasche innen zur Aufbewahrung von Papierkleinkram.

Neue Notizbücher von Te Neues: Mag ich, mag ich nicht

Mag ich: Antique Book 16 x 22 cm

Der Hersteller Te Neues hat eine Reihe von neuen Notizbüchern im Angebot. Viele davon mag ich, einige sogar sehr. Geradezu verlockend finde ich die beiden „Antique Bookss“ im Format 16 x 22 cm bzw. 10 x 15 cm. Als Bücherliebhaberin möchte ich da auf der Stelle „zuschlagen“.

Geschmacklos finde ich aber die Pet Rock Journals, von denen es auch schon im vergangenen Jahr einige gab. Ich kann darüber nicht nur nicht lachen. Ich mag es einfach nicht, wenn Tiere für menschliche und/oder kommerzielle Zwecke instrumentalisiert und veralbert werden. Die Designer von Takkoda hätten sich besser selbst als Vorlage genommen…

Mehr über das Programm 2012 unter www.teneues.com.

Moleskine’s Cat Journal

„Moleskine Passions“ sind eine Mischung aus Notizbuch und Tagebuch. Sie ermöglichen detaillierte Aufzeichnungen zu Themen und Dingen, an denen das Herz des Benutzers hängt. So gibt es das Cat Journal, das Dog Journal, das Recipe Journal, das Film Journal, das Music Journal und etliche andere.

Als Katzen-Liebhaberin habe ich mir das Cat Journal gekauft. Das Hardcover-Buch ermöglicht Eintragungen zu allen möglichen Aspekten im Leben meiner Katze: Personality, Cat Log, Care. Zahlreiche kleine Aufkleber helfen, das Buch  zu personalisieren und gestalten. Auch „freie“ Seiten stehen für Aufzeichnungen zur Verfügung. In einer Falttasche im Innern kann man lose Notizen oder Fotos oder was auch immer unterbringen. Ein Gummiband verschließt das Buch.

Eine nette Idee, aber ob jemand wirklich so detaillierte Aufzeichnungen etwa über Ernährung, Gewicht, gesundheitliche Probleme der Katze oder Besonderheiten im Leben des geliebten Tieres macht? Ob ich das Cat Journal so nutzen werde, wie es gedacht ist? Zweifel sind angebracht.

Weitere Informationen auf www.moleskineus.com.

Auf YouTube habe ich dieses kurze Video gefunden: