Verbindung von Schrift und Malerei: Schrift-Bilder gestalten

Grundlagen – Techniken – Motive

„Schrift-Bilder“ heißt dieses animierende Buch, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, denen Anregungen und Hilfestellungen zu geben, die Bilder mit Hilfe von Schrift gestalten wollen. „Verbindung von Schrift und Malerei: Schrift-Bilder gestalten“ weiterlesen

David Harris: Die Kunst des Schreibens

Eine Anleitung zur Kalligraphie

Mittlerweile kenne ich einige Bücher, deren Ziel es ist, in die Kunst der Kalligraphie einzuführen. Könnte ich einen Schönheitspreis vergeben, fiele die Wahl nicht schwer: „Die Kunst des Schreibens“ von David Harris.

Dieses Buch hier ist die 2014 erschienene Neuauflage einer früheren Veröffentlichung, die mir aber nicht bekannt ist. „David Harris: Die Kunst des Schreibens“ weiterlesen

„History of Writing“ – Kalligraphie auf Briefmarken

„History of Writing“ ist der Briefmarkensatz aus Südafrika betitelt, den ich heute vorstellen möchte.

„Eigentlich“ sammle ich keine Briefmarken, aber diese hier passen so gut zu DruckSchrift, dass ich nicht widerstehen konnte. „„History of Writing“ – Kalligraphie auf Briefmarken“ weiterlesen

Die Schreibmeister und ihre Kunst

Schreibmeister und Schreibmeisterbücher  16. – 19. Jahrhundert

Sie arbeiteten als Kanzleibeamte in städtischen wie herrschaftlichen Verwaltungen. Die Erfindung des Buchdrucks hatte sie keineswegs arbeitslos gemacht. Die Schreibmeister waren gefragte und angesehene Spezialisten, galt es doch – gerade in Zeiten wachsenden Handelsverkehrs und der zunehmenden schriftlichen Abwicklung von Rechtsgeschäften – Schriftstücke aufzusetzen, Verträge niederzuschreiben und für die Beurkundung vorzubereiten. „Die Schreibmeister und ihre Kunst“ weiterlesen

Andreas Lux: Neue Wege zur Kalligraphie

Dieses Buch hätte ich schon im Sommer haben müssen. Sicher wäre ich in Sachen Kalligrafie dann deutlich weiter, als ich es jetzt bin. Als absolute Neuanfängerin hatte ich zum Erlernen Gottfried Potts „Kalligrafie. Erste Hilfe und Schrifttraining mit Muster-Alphabeten“ mit in den Bretagne-Urlaub genommen (Buchbesprechung hier). Schon bald musste ich aber feststellen, dass dieses Buch nicht die systematische Einführung für Neulinge bot, die ich erwartet hatte und gebraucht hätte. So habe ich nach Rückkehr nach Deutschland die Feder erst einmal ein wenig frustiert beiseite gelegt.

Neue Wege zur KalligraphieNun bin ich wieder in der Bretagne und nutze die ruhigen Tage für einen Neuanfang. In der Solinger Stadtbücherei, die ich immer noch gern aufsuche, obwohl ich inzwischen weggezogen bin, habe ich „Neue Wege zur Kalligraphie“ von Andreas Lux entdeckt und gleich „mitgehen lassen“. Es ist ein Lehrbuch ganz nach meinem Anfänger-Geschmack. Der Autor schüttet nicht gleich das ganze Füllhorn kalligrafischer Möglichkeiten, seien es Schriften oder Schreibgeräte, über mir aus. Das Buch glänzt vielmehr durch weise Beschränkung. Das heißt konkret:

Ich brauche nur eine Feder zum Schreiben, nämlich eine Bandzugfeder. Und ich lerne nur ein einziges Alphabet, nämlich die Humanistische Kursive, die dann die Grundlage für eine große Zahl an Varianten bildet.Die Anforderungen bezüglich Feder, Tusche/Farbe, Papier werden gleich zu Beginn im Kapitel „Grundausstattung“ schnörkellos beschrieben. Nach diversen Strichübungen wird es dann ernst. Die Buchstaben müssen gelernt, und das erste Wort darf geschrieben werden: minimum. Im letzten Kapitel finden sich Anwendungsbeispiele. Die beiliegende DVD ermöglicht es mir, dem Meister bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, was ich hilfreich finde. Das Buch würde aber auch ohne die DVD „funktionieren“.

Im Buchhandel gibt es ergänzend ein Übungsheft. Wahrscheinlich werde ich es mir besorgen, wenn ich wieder in Deutschland bin. Bis dahin übe ich ohne dieses Hilfsmittel fleißig weiter, damit ich nicht nur die Kleinbuchstaben der Humanistischen Kursive, sondern bald auch die Großbuchstaben beherrsche. Und aus meinem jetzt schon ganz passablen minimum ein wunderschönes MAXIMUM wird.

Andreas Lux
Neue Wege zur Kalligraphie
Frech Verlag 2011, 96 Seiten, 19,99 EUR

Gottfried Pott: Kalligrafie

Erste Hilfe und Schrift-Training mit Muster-Alphabeten

Mich mit Kalligrafie zu befassen, die Kunst des schönen Schreibens zu erlernen – das ist eines meiner Vorhaben für das Jahr 2013. Vor rund drei Wochen habe ich angefangen, die Absicht in die Tat umzusetzen. Kalligrafie Gottfried PottAls Lehr- und Lernbuch zum Einstieg habe ich Gottfried Potts „Kalligrafie – Erste Hilfe und Schreibtraining mit Muster-Alphabeten“ gewählt. Eine gute Wahl?

Gottfried Pott scheint so etwas wie der Papst unter den Kalligrafen zu sein. Seine Liebe zur Kunst des schönen Schreibens wird in seinem Buch in jeder Zeile deutlich. Die zahlreichen Abbildungen, die Arbeiten von ihm zeigen, sind beeindruckend. Aber ist Pott auch ein guter Lehrmeister? Weiß er eigentlich (noch), wie Anfänger „ticken“?

Für echte Anfänger, „Dummies“ wie mich, scheint mir Potts „Erste Hilfe“ eher nicht geeignet zu sein. Obwohl ich nun schon eine Weile damit arbeite, habe ich das Gefühl, zu „schwimmen“. Das Buch enthält für meinen Geschmack zu viel Prosa („Warum ich schreibe“, „Schrift entsteht durch Schreiben“, „Gestalten heißt Komponieren“, „Muße contra Stress“, „Impulsgeber Literatur, Musik, Ausstellungen“). In eher simplen Anfänger-Fragen aber ist es mir zu unsystematisch, das Grundlagenwissen wird nicht Schritt für Schritt und bei Null anfangend vermittelt.

Statt mir immer wieder etwas zusammenkaufen zu müssen, hätte ich zum Beispiel gern zu Beginn gelesen, welche Grundausstattung ich eigentlich brauche. Gleichstrichfedern, Bandzugfedern,Schwellzugfedern, Federn aus Basaholz, Calligraphy Pens in unterschiedlichen Farben und Stärken, einen Arkansasstein zum Nachschleifen einer neuen Feder, eine abgeschrägte Schreibfläche („nicht zu flach und nicht zu steil“) – muss ich das alles jetzt schon haben?

Die Aufzählung diverser Schreibwerkzeuge im vorigen Absatz könnte die Vermutung aufkommen lassen, sie (und ihre optimalen Einsatzmöglichkeiten) würden im Buch systematisch dargestellt. Das trifft jedoch nur auf einige Einzefälle zu. Es stimmt schon – so manche Information darüber findet sich irgendwo im Text verstreut. Hilfreich, übersichtlich, finde ich das nicht.

Für die konkrete Arbeit werden, wenn ich mich nicht verzählt habe, 12 Schriften angeboten. Sie sind atemberaubend schön, viele kommen mir als Anfängerin aber auch atemberaubend schwer vor. Das Buch beinhaltet u.a. die Einführung in Schriften wie die Grotesk, die Humanistische Kursive, die serifenlose Antiqua, die Unziale, die Karolingische Minuskel, die Rustika, die sog. Gebrochenen Schriften wie Textur, Fraktur und Bastarda. Mangels ausreichender Praxis kann ich mir kein abschließendes Urteil erlauben, aber ich habe den Eindruck, dass der Autor hier gute Hilfestellung bei der Erarbeitung gibt. Ob die Abfolge der gelehrten Schriften entsprechend dem Schwierigkeitsgrad (sei es der Schrift selbst, sei es bezüglich der Handhabung des Schreibwerkzeugs) vorgenommen oder welche Kriterien sonst herangezogen wurden, wird in dem Buch leider nicht erläutert. Ich werde das ungute Gefühl nicht los, dass für Kalligrafie-Neulinge aber vieles aus Gottfried Potts Füllhorn eine oder mehrere Nummern zu groß sein könnte.

Bei dem Umzugsstress, den ich kurz vor unserer Abreise in die Bretagne hatte, fand ich keine Möglichkeit mehr, mir dieses oder auch andere Bücher vorher näher anzusehen. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland werde ich mich aber sicher nach Alternativen umsehen.

Fortgeschrittene Anfänger sind mit Potts „Erster Hilfe“ vermutlich gut bedient. Mir als „echter“ Anfängerin wäre es lieber gewesen, der Autor hätte nicht die ganze Palette von Möglichkeiten der Kalligrafie vor mir ausgebreitet, sondern einen – durchaus gewissen Beschränkungen unterliegenden – Weg vorgezeichnet, dem ich Schritt für Schritt folgen und den ich bewältigen kann. Wie schreibt Gottfried Pott ganz in diesem Sinne im Kapitel über die Humanistische Kursive? „Zuerst Stehen, dann Gehen und dann Laufenlernen“.

Gottfried Pott
Kalligrafie
Erste Hilfe und Schrift-Training mit Muster-Alphabeten
Verlag Hermann Schmitt, Mainz 2005

Workshop: Einführung in die tibetische Kalligraphie

Jetzt muss ich mich aber beeilen, denn dieser Workshop des Mainzer Gutenberg-Museums findet schon am kommenden Wochenende statt.

Sicher ist er etwas für Spezialisten, aber auf alle Fälle sehr interessant.

Workshop „Einführung in die tibetische Kalligraphie“
Startdatum: 23. Februar
Stoppdatum:  – 24. Februar
Startzeit: 10:00 Uhr
Stoppzeit: 16:00 Uhr

Auf der Museums-Homepage lesen wir u. a.:

Die tibetische Sprache ist eine alphabetische Sprache und besteht aus 30 Konsonanten und vier Vokalen. Die Schrift gehört zu den 15 Schriften, die mehr als tausend Jahre alt sind. In der tibetischen Schriftkultur genießt die Kalligraphie eine hohe Wertschätzung.

Wer mehr, zum Beispiel über die Teilnahmebedingungen, wissen möchte, findet hier die gewünschten Informationen.