Ringelnatz: Für die Katz

Illustrierte Ausgabe

Es gibt viele schöne Katzenbücher. Ein geradezu hinreißend schönes aber ist „Ringelnatz für die Katz“.  Es enthält 5 Katzengedichte von Joachim Ringelnatz, die im Holzschnittverfahren von 5 verschiedenen Buchkünstlern „Ringelnatz: Für die Katz“ weiterlesen

Susanne Haun: Die Kunst der Radierung

Material – Techniken – Arbeitsabläufe

Nachdem in den vergangenen Wochen hier einige Künstler per Video ihr Können bei der Anwendung unterschiedlicher Verfahren zur Herstellung einer Druckgrafik demonstriert haben, wird es Zeit, eine Künstlerin vorzustellen – wenn auch nicht im Rahmen eines Videos, sondern eines sehr gelungenen Buches. „Susanne Haun: Die Kunst der Radierung“ weiterlesen

Wie ein Kupferstich entsteht

Druckgrafik – Teil 2

Jetzt will ich es genauer wissen. Die Lektüre des Buches Schnellkurs Druckgrafik hat mich neugierig gemacht. Wie laufen die in dem Bändchen vorgestellten und beschriebenen Techniken der Schaffung von Druckgrafik denn nun in der Praxis, im Atelier des Künstlers, ab? „Wie ein Kupferstich entsteht“ weiterlesen

Wie ein Holzschnitt entsteht

Bücher, die über die Techniken zur Herstellung von Druckgrafik informieren, sind schön und gut. Wie zum Beispiel der „Schnellkurs Druckgrafik“, den DruckSchrift hier vorgestellt hat und der sich u. a. auch mit technischen Aspekten befasst. Es geht in solchen Dingen aber nichts über die eigene Anschauung. „Wie ein Holzschnitt entsteht“ weiterlesen

Anja-Franziska Eichler: Schnellkurs Druckgrafik

Das Thema Buchillustration ist ein für DruckSchrift wichtiges. So liegt es nahe, sich auch einmal mit diesem „Schnellkurs Druckgrafik“ zu befassen, denn zwischen beiden Themen gibt es eine enge, ja eine direkte Verbindung.

Die Illustration von Büchern nahm ihren Anfang im 14. Jahrhundert, als die sog. Blockbücher mit Holzschnitten verschönt wurden und/oder deren Texte durch bildliche Darstellungen verständlicher gemacht werden sollten. Schnellkurs DruckgrafikDer Holzschnitt blieb zunächst die einzige Technik, die für die Ausgestaltung von Büchern zur Verfügung stand. Doch ab dem 15. Jahrhundert wurde der Kupferstich nach und nach populär, und in den folgenden Jahrhunderten ging es dann Schlag auf Schlag. Immer neue Verfahren wurden entwickelt, teilweise auch miteinander kombiniert, Techniken weiterentwickelt: Radierung, Vernis mou, Aquatinta, Lithografie, Siebdruck und andere Verfahren standen nun den Künstlern zur Verfügung. Aber auch der gute alte Holzschnitt erlebte mehrfach eine Renaissance.

Viele Maler, darunter solch bedeutende und wegweisende Künstler wie Albrecht Dürer, Rembrandt, Matisse, Picasso Beardsley, Kokoschka beschäftigten sich auch mit der Schaffung von Druckgrafik und haben auch auf diesem Feld Meisterwerke geschaffen. Damals wie heute waren und sind es häufig zum Verkauf bestimmte Einzelblätter. Aber die beispielhaft genannten Künstler und viele andere auch, darunter viele zeitgenössische, betätig(t)en sich auch als Buchillustratoren, schufen/schaffen oft auch sog. Künstlerbücher, wie sie etwa in dem Buch Papiergesänge vorgestellt werden (s. Beitrag in DruckSchrift hier).

Es gibt also auch für Liebhaber schöner illustrierter Bücher, von Künstlerbüchern oder Pressendrucken gute Gründe, sich mit dem Thema Druckgrafik auseinanderzusetzen. Der „Schnellkurs Druckgrafik“ ist dafür gut geeignet.

Die Autorin führt durch die Geschichte der europäischen Druckgrafik von ihren Anfängen bis in die Gegenwart; sie stellt die wichtigsten Künstler, Strömungen und Schulen von Dürer bis Beuys vor und beleuchtet dabei auch das Wirken der Künstler als Buchillustratoren.Die verschiedenen Drucktechniken und ihr Entwicklung werden erläutert. Und dabei verliert Eichler die politischen, religiösen, profanen, propagandistischen oder rein reproduzierenden Funktionen der Druckgrafik nicht aus den Augen.

Mein Fazit: Für ein Bändchen von 180 Seiten hat die Autorin sich eine große Aufgabe gestellt, diese aber gut gelöst. Auch wenn einem nach der der Lektüre bei all den vielen Namen und eingeflochtenen Details der Kopf raucht. Manchmal wäre es für einen „Schnellkurs“ besser gewesen, auf den einen oder anderen Künstler-Hinweis zu verzichten. Dann wäre auch etwas mehr Platz gewesen für die zahlreichen Bildbeispiele, die doch etwas klein ausfallen und zu oft nicht so richtig zur Geltung kommen. Das gilt insbesondere für die abgebildeten Holzschnitte und Kupferstiche.

Das ist aber nur eine kleine Einschränkung, die an meiner insgesamt positiven Einschätzung nichts ändert.

Die Passagen, die sich mit der praktischen, der technischen Seite der Herstellung von Druckgrafik befassen, die also aufzeigen, welche Schritte etwa zur Herstellung eines Holzschnitts oder einer Lithografie erforderlich sind, sind besonderes gerahmt und farblich unterlegt und heben sich somit vom laufenden Text ab. Das ist hilfreich und einer schnellen Orientierung förderlich. Dieses Buch ist aber kein Lehrbuch für Menschen, die druckgrafische Techniken erlernen wollen, um selbst Druckgrafik herzustellen. Dafür gibt es andere Veröffentlichungen auf dem Büchermarkt.

TrennstrichAnja-Franziska Eichler
Schnellkurs Druckgrafik
DuMont Literatur und Kunstverlag 2006, 180 Seiten, 14,90 EUR

Jost Ammann und das Ständebuch: „Eygentliche Beschreibung aller Stände“

Nachdem DruckSchrift in den letzten Wochen einige Holzschnitte aus dem Ständebuch von Jost Ammann vorgestellt hat, sollen heute abschließend einige Informationen über das Buch folgen. „Jost Ammann und das Ständebuch: „Eygentliche Beschreibung aller Stände““ weiterlesen

Ausstellung BuchstabenKunst – Arbeiten des Schriftkünstlers Werner Bunz

Holzschnitt Werner Bunz
Holzschnitt Werner Bunz

Am Samstag, 8. November, wird im Berliner Druckgraphik-Atelier die Ausstellung BuchstabenKunst – typographische Holzschnitte und Radierungen sowie Schriftgestaltungen von Werner Bunz (1926 – 2009) eröffnet. „Ausstellung BuchstabenKunst – Arbeiten des Schriftkünstlers Werner Bunz“ weiterlesen

Jost Ammann’s Ständebuch: Der Pergamentmacher

Wir blättern weiter im Ständebuch und finden einen Holzschnitt von Jost Ammann, der einen „Permennter“, einen Handwerker zeigt, der mit der Herstellung von Pergament beschäftigt ist. „Jost Ammann’s Ständebuch: Der Pergamentmacher“ weiterlesen

Jost Ammann’s Ständebuch: Der Buchbinder

Heute geht es weiter mit der Vorstellung einiger zur DruckSchrift-Thematik passender Holzschnitte aus dem 1568 erstmals erschienenen Ständebuch von Jost Ammann.

Die Reihe ist am Buchbinder.

Der Buchbinder

Der Reim unter der Abbildung stammt wiederum von Hans Sachs. Man beachte die letzte Zeile. Ob die Buchbinder von heute das auch so sehen?

Bereits in DruckSchrift vorgestellt wurden Der Schriftgießer und Der Buchdrucker.

Sammelstück des Monats [1] – Exlibris Fery Antal

Die „1“ in der Überschrift mag verwundern, stelle ich doch schon seit einiger Zeit Sammelstücke aus meiner kleinen Reklamemarken- und Exlibrissammlung vor. Bisher erschienen sie aber nur in der Seitenleiste und verschwanden wieder, sobald ein neues Sammelstück präsentiert wurde.

Das soll sich jetzt ändern. Die gezeigten Exponate bleiben dadurch, dass sie ab sofort in einen „ordentlichen“ Beitrag eingebettet werden, dauerhaft aufrufbar.

Den Anfang macht ein Exlibris für Giuseppe Cauti.

Exlibris Fery Antal2

Das Bucheignerzeichen wurde von Fery Antal geschaffen. Oben links auf dem Blatt sieht man sein Signet. Die Zahl 78 ist aber wohl nicht das Entstehungsjahr.

Das Blatt ist eine s/w-Graphik (Holzschnitt)  im Maß 8×11,5 cm im Hochformat.

Über den ungarischen Künstler weiß ich nur, dass er von 1908 – 1993 lebte. Im Alter von 19 Jahren ging er nach Budapest, um dort an der Schule für angewandte Künste zu studieren. Im Laufe seines Künstlerlebens schuf er über 2000 Exlibris.

[Sammelstück des Monats Oktober 2014]