Bretagne 2015: fern der Heimat und ohne lnternet …

AK BretagneSeit Pfingsten sind wir – mein Mann, Kater DJ und ich – wieder für längere Zeit in der Bretagne. Leider waren wir überraschend zwei Wochen lang ohne Internetzugang: was in den vergangenen Jahren problemlos funktionierte, nämlich die Verbindung mittels USB-Internet-Stick, klappt nicht mehr.

Inzwischen habe ich mir einen Tablet-PC und eine französische Sim-Karte gekauft, so dass jetzt wenigstens ein Minimum an Internet-Aktivität möglich ist. Ob es fürs Bloggen reicht, muss sich noch zeigen. Also: schau’n wir mal!

Bretagne-Impressionen: Lesen [2]

Heute werfen wir wieder einmal einen Blick auf bzw. in bretonische Buchhandlungen.

Wer in die Nähe des Städtchens Huelgoat kommt, sollte sich Zeit für einen Spaziergang durch den angrenzenden Wald nehmen. Es ist zwar nicht der legendäre Borceliande, aber trotzdem zauberhaft.
Vom Ortskern aus muss man sich durch riesige Felsbrocken durchkämpfen, um Zugang zu dem Wald zu erhalten. Dann aber öffnen sich wunderbare Wanderwege, die zu diversen Grotten, unter anderem der Artus-Grotte, führen.

Aber für das heutige Thema entscheidend: Am Rande der Wanderwege trifft man auf ein einladendes herrliches Café, das gleichzeitig Buchhandlung ist. Oder umgekehrt? Wie auch immer: Hereinspaziert!

Huelgoat1

Huelgoat2

Café Librairie L’autre rive (Huelgoat)

Das Haus, in dem sich der Bouquiniste in Morlaix befindet, steht zum Verkauf. Hoffentlich bedeutet das nicht das Ende des traditionsreichen Antiquariats, in dem ich im Laufe der Jahre einige Schnäppchen machen konnte …

Morlaix1

Morlaix2

Le Bouquiniste (Morlaix)

Hinter dem geöffneten großen Eingangstor, das eher ein Garagentor als der Eingang zu einer Librairie zu sein scheint, befindet sich die Buchhandlung Eskal in Douarnenez. Oh, oh, faszinierend!

Douarnenez1

Douarnenez2

Librairie Eskal (Douarnenez)

Bretagne-Impressionen: Heilige Schrift(en)

Bücher spielen in Kirchen und bei Darstellungen in Kirchen eine wichtige Rolle: die Bibel natürlich, aber auch Mess- und Gesangbücher.

Bei unseren Besuchen in uralten bretonischen Kirchen und Kapellen habe ich mich beim Fotografieren nach Motiven mit Büchern umgeschaut. Hier eine kleine Auswahl.

Heilige Schriften 1

Heilige Schriften 2

Heilige Schriften 3

Heilige Schriften 4

Heilige Schriften 5

Heilige Schriften 6

Heilige Schriften 7

Bretagne-Impressionen: Lesen

Wir waren schon so häufig in der Bretagne, dass es wohl kaum noch einen Felsen, eine Bucht, eine Kirche gibt, die von uns nicht fotografiert wurden.

Deshalb habe ich mir vorgenommen, mein Hauptaugenmerk beim aktuellen Bretagne-Aufenthalt auf das Thema – Überraschung ! – Lesen/Bücher zu richten.

Beim Bummel durch das Städtchen Landerneau – eine kleine Hafen- und Marktstadt an der Mündungsbucht der Èlorn – habe ich eine Reihe Buchhandlungen entdeckt. Einige habe ich im Bild festgehalten.

Buchhandlung auf der Brücke, die über die Èlorn führt
Buchhandlung auf der Brücke, die über die Èlorn führt
Landerneau1b
wie oben
Landerneau2
Die Librairie de la Cité in einem anderen Teil der Innenstadt
Landerneau3
Eine weitere Buchhandlung in der Innenstadt
Es war einmal … Die Schätze dieser Buchhandlung kann man nicht mehr erwerben.

Bummel durch Locronan

Locronan ist für mich einer der schönsten Orte in der Bretagne. Ein Foto, das seinen historischen Marktplatz, geschützt als „Monument historique“, zeigt, findet sich fast in jedem Buch über Armorique, das Land am Meer. In den umbauten rechteckigen Platz ist auch die dem Heiligen St. Ronan, dem Namensgeber Locronans, gewidmete Kirche und die Chapelle du Penity, in der sich das Grabmal des Heiligen befindet, eingeschlossen.

Locronan 11

Was die Schönheit und Besonderheit Locronans ausmacht, ist die dortige Konzentration hevorragend erhaltener, im typisch bretonischen Stil erbauter Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Ganze aus Granitsteinen errichtete Häuserzeilen können noch bewundert werden.

Auch wenn das (wegen der Mittagszeit) auf den Fotos nicht erkennbar ist: Locronan ist ein Magnet, der Touristen aus aller Welt anzieht. So ist es kein Wunder, dass es neben vielen gastronomischen Angeboten etliche Geschäfte gibt, die bretonische Spezialitäten, Souvenirs und maritime Kleidung anbieten. Einen ganz besonderen Reiz erhält Locronan aber dadurch, dass sich zahlreiche Künstler und Kunsthandwerker dort niedergelassen und an diesem schönen Ort ihre Ateliers und Läden eröffnet haben.

Die große Überraschung für mich war das „Maison du Poéte“, das ich noch nicht kannte: es handelt sich dabei um ein Geschäft, dessen Angebot sich ganz auf das Thema Schreiben und Kalligrafie konzentriert. Eine wahre Fundgrube für mich, die ich gerade meine ersten Übungen in Kalligrafie hinter mir habe. Dass ich etwas kaufen würde, war mir sofort klar. Doch bei dem überwältigenden Angebot konnte ich mich kaum entscheiden. Schließlich habe ich mich (erst einmal) auf den Kauf von zwei Federn beschränkt, die stilgerecht verpackt und versiegelt wurden.

Ich hoffe, die nachfolgenden Fotos können etwas vom Reiz Locronans (gelegen im Département Finistère) vermitteln. Leider war der Himmel bedeckt, als wir uns dort aufhielten. Die Sonne kam erst durch, als wir schon wieder auf der Rückfahrt waren. Ganz schön gemein …

Locronan 10

Locronan 12

Locroan 13

Locronan 14

Locronan 15

Locronan 16

Locronan 17

Ein bretonisches Katzenleben

Große Wiedersehensfreude nach acht Monaten: sie lebt noch, und sie ist auch nicht mehr so entsetzlich dürr wie im letzten Herbst.

Katze Bretagne 1Wer? Na, die Katze im Pappkarton, deren Bekanntschaft ich Ende Oktober letzten Jahres, kurz vor Ende unseres Bretagne-Aufenthalts, machte. Sie „wohnte“ offensichtlich in einem mit Lappen und alten Decken ausgelegten Karton im Vorraum eines Bioladens, dort, wo die Einkaufswagen abgestellt sind. Als ich meine Einkäufe erledigt hatte, erhob sie sich, strich um meine Beine und miaute kläglich. Ich war sehr erschrocken: eine dermaßen abgemagerte Katze hatte ich noch nie gesehen. Zudem war es für Ende Oktober schon ungemütlich kalt, und ich fragte mich, wie das Tier unter solchen Umständen den Winter überstehen sollte. (Und welche Rolle wohl der Bioladen spielte, obwohl ich mir nicht vorstellen konnte, dass die Bioladen-Leute eine Katze einfach so „vor die Hunde“ gehen lassen könnten).

Ich, große Tier- und Katzenfreundin, entschloss mich, der Katze in den wenigen Tagen, die mir bis zur Heimreise verblieben, so gut es ging zu helfen. Ich stiebitzte unserem Kater DJ einen Beutel Nassfutter, füllte eine Flasche mit frischem Trinkwasser und machte mich zur Katzenfütterung zum Bioladen auf. Ich habe selten eine Katze mit so viel Heißhunger fressen sehen. Und das, obwohl DJ in dieser Hinsicht kaum zu schlagen ist …

Als ich die Katzenfütterungs-Aktion zwei Tage später wiederholte, sprach mich eine Kundin des Bioladens auf meine wohl ungewöhnlichen Aktivitäten an. Das war gut so, denn was sie mir erzählte, hat mich denn doch einigermaßen beruhigt.

Die Katze, so berichtete sie, habe sehr wohl ein Zuhause; sie gehöre einer Familie, die in der Nachbarschaft des Bioladens wohne; das Tier zöge es aber vor, im Eingangsbereich des Bioladens zu liegen und kehre immer wieder dorthin zurück. Seitens der Bioladen-Betreiber werde die Anwesenheit der Katze akzeptiert und toleriert, und sie würden sie auch füttern. Auf meinen Hinweis hin, das Tier sei aber entsetzlich mager, und das hätte ich nicht mit ansehen können, erfuhr ich, die Katze sei vor einiger Zeit sehr schwer krank gewesen und habe in der Folge extrem abgenommen. So wie jetzt habe sie nicht immer ausgesehen.

Katze Bretagne 2

Als ich kürzlich wieder zum Bioladen kam, war meine Freude groß: „meine“ Katze lebt, und zwar nach wie vor in einem Pappkarton im Eingangsbereich des Geschäfts. Sie ist zwar noch immer recht dünn (die Fotos täuschen mehr Fülle vor, als vorhanden ist), aber sie hat sich in den zurückliegenden Monaten sichtbar gut erholt.

Die Bretagne ruft …

… und wir kommen.

Am Sonntag geht es wieder los. Während mein Mann und Kater DJ voraussichtlich bis Mitte Oktober in der Bretagne bleiben, werde ich den Aufenthalt in unserer 2. Heimat im Juli für ca. 6 Wochen unterbrechen, um dann wieder dorthin zurückzukehren.

Was geht an Büchern mit? Darling JaneWährend der ersten Phase des diesjährigen, erstmals sehr langen Bretagne-Aufenthalts will ich mich etwas intensiver mit Jane Austen befassen: Nachdem ich den Roman vor Jahren erstmals gelesen habe, steht „Stolz und Vorurteil“ wieder einmal auf der Leseliste. Neu für mich wird „Die Abtei von Northanger“ sein. Außerdem habe ich mir vorgenommen, die von Christian Grawe verfasste Austen-Biographie „Darling Jane“  zu lesen.

Natürlich werde ich auch einige meiner geliebten „Bücher-Bücher“ einpacken: „Die Bibliothek der verlorenen Bücher“ von Alexander Pechmann zum Beispiel, die Die NachtbibliothekGraphic Novel „Die Nachtbibliothek“ von Audrey Niffenegger und den Roman „Die Antiquarin“ von Sheridon Hay, um ein paar hoffentlich neugierig machende Titel zu nennen. Meine Lektüre-Eindrücke werde ich natürlich hier in DruckSchrift posten.

Nicht zu vergessen: In diesem Sommer will ich endlich auch ernst machen mit dem Vorhaben, mich mit der Kunst der Kalligrafie vertraut zu machen: ein Einführungsbuch von Gottfried Pott ist schon eingepackt.

Muss ich noch extra erwähnen, dass man in der Bretagne auch Anderes tun kann als zu Lesen und zu Schreiben? Wohl kaum. Ihr hört von mir.

Bretagne zum Zweiten

Seit gestern abend bin ich wieder in der Bretagne. Zum letzten Mal in diesem Jahr, und – wie schon im Sommer – wieder für vier Wochen.

 Natürlich habe ich Lesestoff dabei. Ausgewählt habe ich „Die Geschichte des deutschen Buchhandels“ von Reinhard Wittmann, „Das Museum der Bücher“ aus der bibliophilen Harenberg Edition und „Mein Leben als Buch“ von Peter Jacobi. Diese drei Bücher werde ich sicher nach und nach hier bei DruckSchrift besprechen.

Außerdem im Gepäck „Else Lasker-Schüler“ aus der Reihe der rororo Bildmonographien. Ich hatte im Sommerurlaub schon begonnen, mich mit Else Lasker-Schüler zu beschäftigen, und möchte jetzt daran wieder anknüpfen. Und schließlich dabei „Der Andere / L’autre“ von Bernhard Schlink – zweisprachig also, denn ich nutze gern Lektüren, um meine Französisch-Kenntnisse fit zu halten und/oder zu verbessern.

So, jetzt heißt es aber erst einmal Koffer auspacken, und dann schaun wir mal. Gelegentlich melde ich mich mit Posts, und ich werde sicher auch schauen, was sich in den Blogs tut, denen ich folge.

Bretagne-Urlaub 2012: Les Tonnerres de Brest

Gestern waren wir bei dem alle 4 Jahre stattfindenden Event „Les Tonnerres de Brest“ (Brest en fête). Die mehrtägige Veranstaltung zieht gleichermaßen Einheimische wie Touristen aus aller Welt an und hat Volksfestcharakter.

Ein Besuch, der sich auf jeden Fall lohnt. Erst recht dann, wenn – nach 2 Wochen Dauerregen glaubt man es kaum – das Wetter mitspielt und sich die Sonne blicken lässt.

Ich hoffe, dass die aus einer Unmenge von Fotos ausgewählten (noch unbearbeiteten) Bilder ein wenig von dem Eindruck des wunderbaren Fests vermitteln.