New York Sketchbook – Skizzenbuch von Fabrice Moireau und Jerome Charyn

„Ich war noch niemals in New York“ sang vor Jahren Udo Jürgens. Ob es sich dabei nur um eine Zeile in einem seiner Hits handelte oder auch seine Lebenswirklichkeit widerspiegelte, sei dahingestellt. Was mich angeht, muss ich einräumen, dass ich bislang weder in New York noch in den USA überhaupt war. Und es zieht mich zumindest gegenwärtig auch nicht gerade dort hin. Aber – halt: Das Skizzenbuch, das ich heute vorstelle, ist dermaßen schön, dass ich an die altbekannte Weisheit denken muss: Was nicht ist, kann ja (vielleicht doch) noch werden …

Mit dem französischen Künstler Fabrice Moireau, dem wir die Bilder in diesem Sketchbook verdanken, und dem New Yorker Schriftsteller Jerome Charyn, der die Texte verfasste, haben sich Partner gefunden, die ausgezeichnet zusammenpassen. Nach einem einleitenden Kapitel „The Town that can’t be killed“ führen sie uns gemeinsam durch Lower Manhattan, die Midtown, Upper Manhattan und die „Outlands“

Mein Augenmerk in der Kennenlern-Phase des Buches, das man öfter in die Hand nehmen muss, weil es so viel zu entdecken gibt, lag vor allem auf den Arbeiten Moireaus. Das Skizzenbuch enthält ganz überwiegend Aquarelle, nur ganz gelegentlich sind Bleistiftzeichnungen zu sehen. Der Franzose liebt die kräftigen Farben – rote und braune Töne, sattes Grün. Pastellfarben setzt er nur zurückhaltend ein. Vielleicht spiegelt sich ja (auch) darin das reale Aussehen und Leben der Stadt. Wie auch immer: Moireau, ein großer Liebhaber von Architektur und Gärten, wie es im Klappentext heißt, beherrscht den Einsatz von Wasserfarben, um das subtile Spiel des Lichts, um die Atmosphäre einer Stadt oder einer Landschaft einzufangen und auf Papier zu bannen. Dieses Buch hier ist der beste Beweis.

Die mir vorliegende Ausgabe ist 2012 in New York erschienen; es existierte aber schon vorher eine in Frankreich publizierte. Das sorgfältig gearbeitete Buch ist ausschließlich englisch-sprachig und relativ breitformatig, was zu Stadtansichten und Panoramadarstellungen gut passt.

Was soll ich noch lange reden und schreiben? Hier könnt Ihr einen relativ ausführlichen Blick in das „New York Sketchbook“ werfen und Euch selbst „ein Bild machen“.

 

Jerome Charyn (Text), Fabrice Moireau (Paintings)
New York Sketchbook
St. Martins Press, New York 2012

Patrick Colcomb: Carnets Marseillais – Marseilles Sketchbook

[Mit dem Skizzenbuch unterwegs 1]

Während ich mit Spannung und einer gewissen Unruhe auf die Wahlergebnisse der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich heute abend warte, blättere ich durch Patrick Colcombs schönes Marseiller Skizzenbuch. Es ist bereits 2002 erschienen, ein ganzes Stück weg also von den Problemen und Bedrohungen, mit denen sich Frankreich und große Teile der Welt heutzutage konfrontiert sehen. „Patrick Colcomb: Carnets Marseillais – Marseilles Sketchbook“ weiterlesen

Gabriel Campanario: Urban Sketching

Zeichnen und skizzieren unterwegs – eine Weltreise

Oft sieht es aus wie mal eben hingekritzelt. Und nicht selten ist es das auch. Die in wenigen Minuten entstandene Skizze macht einen glauben: das kann ich auch. Doch der Selbstversuch zeigt: so einfach ist das gar nicht. Hier waren „echte“ Künstlerinnen und Künstler am Werk.

Andere Skizzen dagegen sind sehr konkret und detailliert ausgearbeitet. „Gabriel Campanario: Urban Sketching“ weiterlesen