Graham Byfield: Singapur Skizzenbuch

[Mit dem Skizzenbuch unterwegs 2]

Nachdem wir kürzlich Marseille mit den Augen von Patrick Colcomb gesehen und seine wundervollen lebendigen Zeichnungen und die luftigen Aquarelle bestaunt haben, geht es heute nach Singapur. Mit Hilfe des Künstlers Graham Byfield machen wir uns auf, um durch die Straßen des südostasiatischen Stadtstaates zu flanieren – und sind erstaunt: wir erleben keine pulsierende Wirtschafts- und Finanzmetropole mit geschäftigen Menschen, Geschäften, Lokalitäten, Straßenverkehr. Oder jedenfalls nur wenig, Menschen und Fahrzeuge tauchen eher dezent und nur auf verhältnismäßig wenigen Bildern auf. Was wir vor allem sehen, das sind Gebäude, Fassaden, architektonische Blickfänge.

Die Aufklärung folgt, wenn man im Klappentext liest:

Singapore is a thriving, modern city; but a mixture of modernity and a rich heritage,  often beautiful restored, gives it a unique character. The willingness to conserve the best of Singapore’s old buildings, already well in evidence when the first editition of this book appeared, continues unabated and the results are recorded in paintings and pencil sketches produced specially  for this new edition.

Dieses Sketchbook ist also – anders als von mir ursprünglich erwartet – stärker auf das alte Singapur und die chinesischen und britischen (architektonischen) Einflüsse als auf das heutige Singapur ausgerichtet. Interessant und betrachtenswert ist es aber auf jeden Fall, vor allem wegen der hervorragenden Arbeiten von Graham Byfield. Denn Byfield, ein englischer Maler und Designer, der in den 1980er und den frühen 1990er Jahren in Singapur lebte und arbeitete, ist ein exzellenter Künstler. Seine Aquarelle sind von einer bewundernswerten Leichtigkeit, sehr fein und und die Motive detailreich zu Papier gebracht.

Wer tiefer in die Geschichte Singapurs und seine koloniale Vergangenheit eindringen will, findet in den erläuternden Texten von Gretchen Liu, einer Expertin für das architektonische Erbe des Stadtstaates, eine Menge Informationen – allerdings ausschließlich in englischer Sprache. Und im Anhang gibt es noch eine zusammenfassende kurze Übersicht über die vorgestellten Gebäude.

Leider scheint Graham Byfield keine eigene Internetseite zu haben. Aber zum Glück  – das leidige Problem mit den Bildrechten sitzt einem immer im Nacken – kann ich Euch trotzdem etwas zeigen, um die Schönheit des Singapore Sketchbooks zu vermitteln: schaut bitte hier.

 

Singapore Sketchbook
An Island Observed
Watercolours by Graham Byfield
Text by Gretchen Liu
Archipelago Press/Edition Didier Millet, 96 Seiten

 

2 Kommentare

  1. Wir haben mal ein paar Monate in Singapur gelebt und ich fand die Stadt sehr schön. Es ist dort gut gelungen, trotz der modernen Bauten Altes zu bewahren. Das Buch sieht wunderschön aus und ich werde es mal auf meine Liste setzen. Liebe Grüße, Peggy

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