Exlibris – Kunstwerke im Kleinformat

Deutsche Exlibris vom Ende des 15. bis 18. Jahrhunderts

Dem Bayerischen Rundfunk sei Dank. Er hat mir Arbeit abgenommen. In einem Podcast der ARD-Mediathek kann man wunderbar nachhören, was es mit Exlibris auf sich hat und womit die Ausstellung „Kunstwerke im Kleinformat“ aufwartet, die noch bis zum 25. Januar 2015 im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg bewundert werden kann.

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Wer (dann ) aber von diesen reizvollen kleinen grafischen Kostbarkeiten, ihrer Geschichte, ihren vielfältigen Motiven so angetan ist, dass er gern etwas tiefer in die Materie eindringen möchte, die Ausstellung aber nicht besuchen kann, sollte sich das Bändchen besorgen, das ich hier kurz vorstellen möchte. Es ist in der Reihe „Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum erschienen und „eigentlich“ eine Jahresgabe für Kunstwerke im KleinformatMitglieder und Förderer dieses Museums. Mein eigenes Beispiel zeigt aber, dass es auch für Nicht-Mitglieder und Menschen, die sich nicht als Förderer hervorgetan haben, „erreichbar“ ist.

In dem Bändchen wird die Geschichte des Exlibris von den Anfängen im Zeichen von Wappen über Portait-Exlibris, Arbeiten, die die Profession des Bucheigners zum Gegenstand haben, Blätter mit Bibliotheksinterieurs und Exlibris mit allegorischen Darstellungen gut und anhand der abgebildeten Stücke nachvollziehbar dargestellt. Dies geschieht in Verbindung mit – soweit vorhanden – Informationen über die Eigner, aber auch die an der Schaffung der Exlibris beteiligten Künstler.

In dem vorliegenden „Spaziergang“ steht die enorme Vielfalt und künstlerische Qualität von Exlibris der vorausgehenden vier Jahrhunderte im Fokus. Die vergleichende Darstellung ihrer Motivik, auch in Abgrenzung zu anderem Buchschmuck, ebenso die Vorstellung der Lebensumstände und Gedankenwelt ihrer Besitzer, möchte den Blick für ihre kulturgeschichtliche Bedeutung schärfen.

So heißt es am Schluss. Die Absicht ist mit diesem Buch, das zum Durchblättern und zum Lesen einlädt, gut umgesetzt worden. Es ist im übrigen eine ausgezeichnete Ergänzung zu dem Buch „Deutsche Exlibris“ von Anneliese Schmitt, das DruckSchrift hier vorgestellt hat.

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Claudia Valter
Kunstwerke im Kleinformat
Deutsche Exlibris vom Ende des 15. bis 18. Jahrhunderts
Verlag des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg 2014, 95 Seiten

Nähere Informationen zu der Ausstellung finden sich auf der Homepage des Germanischen Nationalmuseums

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