Wenn ich mal in Offenbach wäre … | das Klingspor-Museum für internationale Buch- und Schriftkunst

Sollten mich meine Wege eines Tages nach Offenbach führen, werde ich sicher dort das Klingspor-Museum, ein Museum für internationale Buch- und Schriftkunst, besuchen.

Foto: Wikipedia
Foto: Wikipedia

Die Einrichtung existiert seit 1953 und ist eine Gründung der Stadt Offenbach. Den Grundstock bildete die Privatsammlung von Karl Klingspor (1868 – 1950), der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Offenbach am Main mit seinem Bruder eine Schriftgießerei betrieb und zum Namensgeber des Museums wurde. Namhafte Künstler wie Otto Eckmann, Peter Behrens, Rudolf Koch, Walter Tiemann u.v.m. hatten für die Firma der Brüder Klingspor die Schriften entworfen.

Nach und nach wuchsen die Bestände des Museums, das sich über zahlreiche Schenkungen von Schriftkünstlern wie Rudolf Koch oder Rudo Spemann freuen konnte. Werner Klemke, einer der bedeutendsten Illustratoren in der ehem. DDR, vermachte der Sammelstätte der modernen Schriftkunst sein gesamtes künstlerisches Lebenswerk.

Die Sammelgebiete des Museums – schon allein beim Aufzählen gerate ich ins Schwärmen – umfassen illustrierte Bücher, Pressendrucke, Malerbücher, Künstlerbücher, Schriftmusterbücher, Schriftproben, Handschriften und kalligrafische Blätter. Hier findet man übrigens auch Arbeiten des Schriftkünstlers Werner Bunz (s. hierzu den DruckSchrift-Beitrag BuchstabenKunst).

Ständig wechselnde Ausstellungen mit wertvollen Exponaten aus den eigenen Sammlungen sowie mit Leihgaben von Künstlern und Sammlern locken interessierte Besucher/innen ins Haus und zeigen die Vielfalt der Buch- und Schriftkunst des 20. Jahrhunderts auf internationaler Ebene. Ein Blick auf das Jahresprogramm 2014 lässt erkennen, wie interessant und vielfältig das Angebot ist. Noch bis zum 23. November 2014 ist übrigens die Ausstellung „Nordseits. Buchkunst aus Finnland“ zu sehen.

Zum Service des Museums gehört, dass die reichhaltige Fachliteratur zur Buchkunde, Geschichte des Buchdrucks und der Schrift, zur Typographie und Kalligraphie, zu den grafischen Techniken und zur Papierkunde jedermann nach vorheriger Anmeldung in der Bibliothek zur Verfügung stehen.

Ich glaube, ich könnte dort Tage verbingen …

Nähere Informationen unter www.klingspor-museum.de.

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