Was ist ein Buch?

„Bücher haben uns immer geholfen, die Probleme zu lösen, die wir uns aufgehalst haben. Jetzt müssen wir uns selbst retten, indem wir die Probleme erkennen, die wir den Büchern aufhalsen.“

Jaron Lanier in seiner Dankesrede für den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

VALEAT

Buch oder E-Book? Diese Fragen stellte auch Jaron Lanier bei der Verleihung des Deutschen Buchpreises in der Frankfurter Paulskirche: "Was ist besser für ein Buch, ein Spionagegerät zu sein oder Asche?" Bild: (c)contrastwerkstatt-Fotolia.com/Valeat. Buch oder E-Book? Diese Frage stellte auch Jaron Lanier bei der Verleihung des Deutschen Buchpreises in der Frankfurter Paulskirche: „Was ist besser für ein Buch, ein Spionagegerät zu sein oder Asche?“ Bild: (c)contrastwerkstatt-Fotolia.com/ Valeat.

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels hat mit Büchern zu tun, also müssen wir uns in der Ära der digitalen Übernahme fragen: „Was ist ein Buch?“ Bücher sind ein Spiel mit hohem Einsatz, vielleicht nicht in Bezug auf Geld (im Vergleich mit anderen Branchen), doch in Bezug auf Aufwand, Engagement, Aufmerksamkeit, die Bereitstellung unseres kurzen Menschenlebens und unseres Potentials, positiven Einfluss auf die Zukunft zu nehmen. Autor zu sein zwingt uns zu einer vermenschlichenden Form der Verwundbarkeit.

Das Buch ist ein Bauwerk menschlicher Würde. Das Wesen des Buchs ist Beweis dafür, dass individuelle Erfahrung existentiell für die Bedeutungsebene ist, denn jedes Buch ist anders. Bücher aus Papier sind naturgemäß nicht zu einem kollektiven universalen Buch verquirlt. Bücher…

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5 Kommentare

  1. Ich war letzte Woche auf der Buchmesse in Frankfurt und habe mich auch gefragt, was ein Buch eigentlich noch ist. Große Verlage hatten Messestände, die an eine Parfümerie erinnerten. Alles war Event. Besonders gefallen haben mir eigentlich nur die kleinen low-budget Stände, die zeigten, was ihnen am Herzen liegt: Bücher, Bücher, Bücher… LG mila

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  2. Wir alle würde laut auflachen, wenn jemand abends seine Vorhänge nicht zuzieht und dann laut darüber jammert, dass die ganze Nachbarschaft durchs Fenster gucken kann.
    Wifi kann man ausschalten, eBooks kann man auch per Kabel auf den Reader verschieben. Wenn man als Verbraucher aber so bequem und so geiz-ist-geil ist, dass man sich an einen Shop binden und ausspähen lässt, dafür kann das eBook an sich genau so wenig, wie die Fenster für die Unterhaltung der Nachbarschaft.

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