Elke Gottschalk: Papier-Antiquitäten

Luxuspapiere von 1820 bis 1920

papier-antiquitätenWer sammelt, kennt Battenberg. Es gibt kaum ein Sammelgebiet, das der Battenberg Verlag nicht abdeckt. Ob man nun Bauernmöbel, Puppen, dekorative Graphik, Zinn, Glas oder Taschenuhren sammelt. Oder – Papier-Antiquitäten. Beliebt sind die Antiquitäten-Kataloge, die eine Einführung in das Sammelgebiet mit Preisinformationen und vor allem viel Anschauungsmaterial verbinden. So sind diese Kataloge zugleich – vielleicht sogar vor allem  – wunderschöne „Bilderbücher“.

Es ist relativ wenig Literatur über Luxuspapiere, über Papier-Antiquitäten, verfügbar. Obwohl laut Elke Gottschalk, der Autorin des

Aus einem Bewegungsbilderbuch
Aus einem Bewegungsbilderbuch

hier vorgestellten Buches, Interesse und Preise an Sammelstücken aus Papier gestiegen sind,  gibt es nach meiner Beobachtung kaum Veröffentlichungen neueren Datums. DruckSchrift hat bereits die Klassiker  Das ABC des Luxuspapiers von Christa Plieske (erschienen 1984) und Geschnittenes Papier von Sigrid Metken (erschienen 1978) vorgestellt. Auch bei „Papier-Antiquitäten“ (erschienen 1996) handelt es sich nicht gerade um eine taufrische Neuerscheinung. Dass ich das Buch hier dennoch vorstelle, hat einmal damit zu tun, dass mich Erscheinungsdaten nicht sonderlich interessieren; auf der anderen Seiten handelt es sich um ein sehr schönes und für Sammler/innen empfehlenswertes Buch. Auktionen bei Ebay etwa zeigen, dass es auch heute noch begehrt ist.

Aufstell-Kulissenkarte
Aufstell-Kulissenkarte

Inwieweit die in „Papier-Antiquitäten“ angegebenen Schätzpreise (dort noch in DM) noch heutigen Verhältnissen entsprechen, vermag ich nicht zu sagen. Dass es sich bei den im Buch vorgestellten Papieren aber ganz oft um wunderschöne Exponate handelt, ist nicht zu leugnen. Im systematischen Katalog-Bildteil geht es um Gebrauchspapiere und Reklamesammelbilder, wir bewundern Papierspielzeug, erfreuen uns an Besuchs- und Glückwunschkarten und staunen über die präsentierten Varia aus Papier  – Ausschneidebogen, Bilderbücher, Oblaten, Scherenschnitte, Verwandlungsbilder und vieles mehr.

Zum Einstieg gibt es eine Einführung in das Sammelgebiet, Hinweise zur Pflege der Sammlung und den Abriss „einer Kulturgeschichte des Papiers“ incl. einer Einführung in die „Grafischen Techniken von 1800 – 1920“.

Während das Buch großzügig ausgestattet ist, fehlen leider Informationen über die Autorin. Das ist schade. Dennoch bleibt als Fazit: ein schönes Buch über ein reizvolles Sammelgebiet für Papierliebhaber/innen.

Elke Gottschalk
Papier-Antiquitäten
Luxuspapiere von 1820 bis 1920
Battenberg Verlag, Augsburg 1996

2 Kommentare zu „Elke Gottschalk: Papier-Antiquitäten

  1. Was für einen schönen Beitrag von dir, Ingrid! Battenberg war kein Begriff für mich, jetzt halte ich meine augen offen!
    Herzliche Grüße aus Cley next the Sea
    Dina

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    1. Freut mich, dass Dir der Beitrag gefallen hat. Das Schöne an Blogs und am Bloggen ist ja auch, dass man immer wieder Neues (wie hier über den Battenberg Verlag) erfährt.Grüße. Ingrid

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