Buchbesprechungen: Kunden-Rezensionen im Netz

TypewriterSehr interessant, was Andrea Köhler von der Neuen Zürcher Zeitung vor ein paar Tagen über Kunden-Rezensionen schrieb.

Das gilt erst recht für den Aspekt der Buchrezensionen.

Hier kann man ihren unter der Überschrift „Die Online-Duftmarke“ erschienenen Artikel nachlesen.

Es geht – wie gesagt – in dem Artikel um Kundenrezensionen, nicht nur, aber doch in hohem Maße bei Amazon (das ja im Moment eher wegen Beschäftigungspraktiken in aller Munde ist) . Es geht nicht um Rezensionen etwa von Bloggern/Bloggerinnen. Dennoch fühlte ich mich manchmal angesprochen, nämlich dann, wenn es um die Nutzung eines „Like-Buttons“ geht, oder wie immer man diese Funktion nennt. Ich biete sie in DruckSchrift an und nutze sie in anderen Blogs gern – natürlich um zu zeigen, dass mir ein Beitrag gefällt, aber auch, dass ich das Geschehen auf einem „befreundeten Blog“ mit Sympathie und Interesse verfolge, ohne immer gleich einen Kommentar abzugeben oder abgeben zu müssen.

Und Ihr? Wie seht Ihr das?

17 Kommentare zu „Buchbesprechungen: Kunden-Rezensionen im Netz

  1. Ich nütze die Renovierungspause am Sonntag abend, um rasch all denen zu danken, die sich an der von mir angestoßenen Diskussion über den Like-Button beteiligt haben. Auch wenn das nicht repräsentativ sein muss – in den meisten Antworten wird mein eigener Umgang mit dem Button mehr oder weniger bestätigt: als Zeichen dafür, dass man das Geschehen auf „befreundeten Blogs“ mit Aufmerksamkeit, Sympathie, Interesse verfolgt. Und in manchen Beiträgen wird ja ganz richtig auch darauf hingewiesen, dass man einfach nicht immer die Zeit hat (oder die Notwendigkeit sieht), zu kommentieren, auch wenn ein Kommentar, wie Büchermaniac meint, sicher ein Stück persönlicher ist. Dank auch an Nomadenseele, die eher kritische Töne beigesteuert und z.B. auf die Auswertungspraxis bei Facebook hingewiesen hat. Um WordPress ist es, was den Umgang mit Daten und Datenprofilen angeht, recht still, aber wer weiß, was dort alles gespeichert wird?

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  2. Liebe Ingrid

    Wer benützt den Button nicht? Ich würde behaupten ein Grossteil von uns. Eigentlich finde ich es schöner, man meldet sich beim Blogger mit einem Kommentar. Das finde ich persönlicher und durch den Kommentar kommt vielleicht eher zur Geltung, warum man den Beitrag mag.

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  3. Auch ich gehöre zu denjenigen, die den „Like“-Button sehr schätzen. Ich nutze ihn gerne und häufig, vor allem in stressigen Situationen, wo ich es nicht schaffe, auch einen Kommentar abzugeben. Mit dem Drücken des „Like“-Buttons möchte ich signalisieren, dass ich den Blog lese, verfolge, die Arbeit schätze – auch wenn ich inhaltlich vielleicht nicht gleich etwas dazu sagen kann. 🙂

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  4. Vielen Dank für Eure zahlreichen und auch manchmal nachdenklich stimmenden Antworten auf meine Frage, wie Ihr es mit dem Like-Button haltet. Mir fehlt im Moment etwas die Zeit, auf alle angesprochenen Aspekte einzugehen (Renovierungs- und bald auch Umzugsstress). Deshalb lasse ich sie erst einmal so stehen und spreche nur einen Punkt an, der mich besonders beschäftigt: Kennt Ihr das von Nomadenseele u.a. angesprochene Problem, dass Euch die Gesellschaft, in der Ihr Euch mit Euren Icons befindet, manchmal – gelinde gesagt – unangenehm ist? Oder bewegt Ihr Euch eher in einem „Netzwerk befreundeter Blogs“, das dieses Risiko minimiert?

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    1. Ich kenne das Problem NICHT liebe Ingrid.
      Wenn ich Bus fahre, dann sind im Bus immer Menschen, die ich mag und Menschen, die ich nicht mag. Das ist subjektiv, denn ich kenne nicht alle und darf mir aus der Oberflächlichkeit kein Urteil erlauben.
      So ist es auch mit der Blog-Comunity. Ich rede mit dem Besitzer des Blogs mit meinem like und nicht mit seinen Lesern.
      Ehrlich gesagt, habe ich mir darüber noch nie Gdanken gemacht, bis eben….
      Ich wünsche dir einen schnellen und einfachen Umzug, liebe Grüße aus Berlin Susanne

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  5. Liebe Ingrid,
    ich liebe den Like-button auch. Mit ihm kann ich zeigen, dass ich das Geschehen auf dem Blog verfolge, auch wenn ich keine Zeit für einen Kommentar habe. Mir fällt zudem auch bei Artikel, die mir gefallen, bisweilen nichts zu kommentieren ein und so bekundige mit Likes meine Wertschätzung.
    Einen feine Woche wünsche ich dir
    Klausbernd und sein munteren Buchfeen Siri und Selma

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  6. Ich mag den Like-Button auch, Ingrid,
    nicht immer bin ich in Schreiblaune und nicht immer fällt mir eine Erwiederung ein. Nichtsdestotrotz möchte ich dem Blogger zeigen, das ich da und interessiert war.
    Einen schönen Freitag wünscht dir Susanne

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    1. man möchte einfach geliebt werden…

      Warum ist dir Anerkennung von fremden Leuten denn so wichtig? Wobei nicht einmal klar ist, was der Liker nun gut fand: Das Buch, die Besprechung, die Aufmachung…mich lässt ein Like immer insofern ein wenig ratlos zurück, als dass ich keine Rückmeldung bekomme, was jetzt gut war und was nicht.

      Nur weil ich z.B. eine Besprechung gut fand, wurde mir einmal vorgeworfen, dass ich deswegen das besprochene Buch auch gut finden müsste. Was wieder ein Fall war, der mir vor Augen geführt hat, dass man mit den Likes sehr, sehr sparsam umgehen sollte.

      Ein anderer Fall ist ein Blog, bei dem ich unter jedem Artikel ein Like setzen könnte und es genau deswegen noch nie gemacht habe – weil das auch übertrieben wirken würde.

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      1. warum sonst schreibt man denn blogs? doch um wahrgenommen zu werden und damit die leser wieder kommen, was ich mal ganz naiv als anerkennung werte. und klar kann man das problematisieren, was so ein gefällt mir knöpfchen denn nun bedeutet, aber man kann es auch einfach als kleinen netten gruß sehen, der sagt, ich war da, ich mag das, was du machst, ich freu mich, dass du weiter machst, auch wenn ich gerade keine zeit und lust auf große diskussionen habe.

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      2. warum sonst schreibt man denn blogs? doch um wahrgenommen zu werden und damit die leser wieder kommen,

        So kann man das nicht generalisieren – meine Blogs haben alle als Erinnerungshilfen für mich angefangen, egal ob das LitBlog oder mein WoW-Tagebuch. *Wahrgenommen* werde ich in meiner Umgebung genug und auch, wenn es sicherlich nett ist, wenn sich der ein oder andere für das Geschreibe interessiert, so ist es zumindest nicht mein primäres Ziel.

        Wenn ich Blogs sehe, die Hunderte von Followern habe, ist das sicherlich erst einmal beeindruckend. Wenn ich sehe, wieviel dort kommentieren bin ich dagegen froh, unbekannt(er) zu sein. Ich hatte einmal ein erfolgreiches Blog mit über 2000 Aufrufen am Tag – und das war echte Arbeit. Davon, dass es Psychos annzog wie das Licht Motten ganz zu schweigen.

        Davon abgesehen landet man bei dieser Argumention – ohne dir zu Nahe treten zu wollen – schnell bei den Selbstdarstellungsblogs, auf denen verkündet wird, wie dumm doch die anderen und wie schlau man selbst ist. Ich muss nicht wahrgenommen werden, ich würde auch nicht meine Valentinskarten abtippen, damit die Leser darüber informiert werden, dass mein Ehemann mich liebt. (Wenn ich einen hätte und Karten bekommen würde).

        Ich habe erst vor kurzen das Buch *Der programmierte Mensch* gelesen, in welchem der Autor darauf aufmerksam machte, wieviel gerade Blogger bereit sind von sich preis zu geben, nur um *vernetzt* sein. Das ist gruselig: Von Leuten, die ich nicht einmal sonderlich mag, kenne ich die sexuelle Orientierung, den Namen der Haustiere (welche hoffentlich nicht zur Sicherheitsabfrage dienen), teilweise den genauen Arbeitsplatz. Das geht soweit, dass eine Bloggerin sich so angreifbar macht, dass ich ihr keine missgünstige Kollegin wünsche, die auf ihren Posten scharf ist – sie arbeitet bei einer Buchhandelskette als Finalleiterin und empfiehlt auf ihrem Blog die Konkurrenz.

        was so ein gefällt mir knöpfchen denn nun bedeutet, aber man kann es auch einfach als kleinen netten gruß sehen, der sagt

        Nur werden mit dem *netten kleinen Gruß* Nutzerprofile bei Facebook erstellt. Ich nutze ihn auch, aber manchmal frage ich mich, ob die meisten Leute wissen, was sie da tun.

        der sagt, ich war da, ich mag das, was du machst, ich freu mich, dass du weiter machst, auch wenn ich gerade keine zeit und lust auf große diskussionen habe.

        Das ist ein weiterer Punkt, warum ich dem Like-Button kritisch gegenüberstehe: Er ist oberflächlich. Weswegen ich ihn bevorzugt in Kombination mit einem Kommentar einsetze. Die Funktion, die du beschreibst, hat er für mich nur auf Blogs, die nicht ehrlich mit Nutzerkommentaren umgehen.

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      3. Nachtrag:
        Facebook verarbeitet die Likes auf jeden Fall, wenn man dort eingeloggt ist.
        Ich kann mir im ausgeloggten Zustand aber immer noch vorstellen, dass die IP – Range gespeichert wird. Das ist aber nur eine Vermutung meinerseits.

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  7. Ich mag den *Like-Button* grundsätzlich. Aber ich zögere immer mehr, ihn anzuklicken. In aller Regel finden sich immer wieder die gleichen Leute ein, die ihn klicken und das langweilt. Es nimmt mir mein individuelles Gefühl.
    Von Leuten, mit deren Icon ich nicht gerade in einer Reihe stehen möchte, ganz abgesehen,

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  8. Amazon-Kundenrezensionen kann man natürlich finden, wie man will … ; ) Ich habe allerdings das Gefühl, dass bei Büchern mit mehr Anspruch (als sagen wir mal die Biss-Serie oder so was) die Kommentare mir zumindest eine Richtung geben, ob das Buch nun interessant oder weitgehend als lahm empfunden wurde. Das ist ja schon was.
    Die Bewerteritis ist vermutlich eine natürliche Konsequenz von Web 2.0 oder besser gesagt: User 2.0 – war es nicht das Ziel, das alle sich lustig vernetzen und austauschen und ein lebendiges Netzwerk (vs. „Eingeweihte“) sich gegenseitig hilft? Irgendwie finde ich es müßig, das nun zu beklagen. Das ist doch das Feine an Blogs und Foren, dass man da Gleichgesinnte „trifft“ und sich mit ihnen austauscht.
    Das mit dem Gefällt-mir-Drücker sehe ich genau wie du, liebe Ingrid. Bin mal gespannt, wie die anderen das Thema sehen : )
    Liebe Grüße
    Petra

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