Wenn ich mal in Basel wäre … | Die Basler Papiermühle

Wenn ich mal in Basel wäre, wäre die Basler Papiermühle, das Schweizerische Museum für Papier, Schrift und Druck, mein Ziel.

Die Wahrscheinlichkeit eines künftigen Aufenthalts in Basel ist leider relativ gering. Deshalb bleibt wieder einmal nur die Möglichkeit eines virtuellen Rundgangs. Weitaus besser als nichts, denn das Museum ist ein Traum für alle Papier-, Schreib- und Druckliebhaber. Die Besucher erwartet ein „Museumsbesuch mit allen Sinnen“ (zitiert aus dem Leitbild).

So stellt sich die Basler Papiermühle im Internet selbst vor:

Geschichte zum Anfassen und Mitmachen
Auf lebendige Weise treffen in der Basler Papiermühle funktionierende Werkstätten und technikgeschichtliche Ausstellungen aufeinander. In der historisch authentischen Kulisse einer mittelalterlichen Papiermühle produzieren unsere Werkstätten für den Verkauf vor den Augen unserer Besucher. Alte, bereits ausgestorbene oder selten gewordene Berufe werden hier noch an originalen Maschinen praktiziert, damit das handwerkliche Wissen, das immaterielle Kulturerbe, erhalten und dokumentiert wird.

Das Besondere an diesem Museum ist also, dass  hier noch richtig und nach traditionellen Verfahren  gearbeitet wird.  Die Besucher  sind aber nicht zur Passivität verurteilt, denn sie können, wenn sie möchten, auch selbst Hand anlegen: sie haben Gelegenheit, sich in der „weissen“ oder „schwarzen“ Kunst zu versuchen. Das selber geschöpfte Blatt Papier, eigene Versuche in der Handsetzerei und Schreibversuche mit Tinte und Federkiel machen den Museumsbesuch zum Erlebnis.

Das seit 1980 existierende Museum wird von der 1971 gegründeten privaten «Stiftung Basler Papiermühle» getragen. Seit 1983 ist die Einrichtung „Geschützte Werkstätte“. Kernstück der Museumsbestände ist die aus den Sammlungen von Dr. W. Fr. Tschudin und der Sandoz AG hervorgegangene Schweizerische Papierhistorische Sammlung, die von 1954 bis 1979 dem Basler Museum für Völkerkunde angeschlossen war.

Ich kann ja kein Museum besuchen, ohne im hauseigenen Museumsshop gestöbert und meist auch Geld ausgegeben  zu haben. Auch das Basler Haus hat einen Museumsladen mit einem höchst verlockenden Angebot: Gekauft werden können Produkte aus der  Werkstatt, Kalligraphiezubehör, Fachliteratur und Kunstkarten. Haben die Besucher  in der Basler Papiermühle ihre kreative Ader entdeckt, können sie zur Papierherstellung z.B. ein Schöpfsieb zum selber Bauen mit nach Hause nehmen. Für die Schreibtätigkeit werden Tinten und Zubehör  angeboten. Im Sortiment sind aber auch  Siegellacke,  Marmorpapiere, Tagebüchlein, Editionen, Original-Holzschnitte und noch vieles mehr.

Dieses Museum verlässt man vermutlich vollgestopft mit kreativen Ideen, aber nach dem Besuch im Museumsladen auch ziemlich verarmt … Auch unser rein virtueller Museumsbesuch schützt nicht vor überzogenem Konto: Der Shop verkauft seine Produkte auch online!

Wenn ich mal in Basel wäre? Ich wüsste, was täte.

Basler Papiermühle
St. Alban-Tal 37
4052 Basel (Schweiz)
Internet: www.papiermuseum.ch

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